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Die Ritualtradition der Ambazzi: Eine philologische Bearbeitung und entstehungsgeschichtliche Analyse der Ritualtexte CTH 391, CTH 429 und CTH 463

Die Ritualtradition der Ambazzi: Eine philologische Bearbeitung und entstehungsgeschichtliche Analyse der Ritualtexte CTH 391, CTH 429 und CTH 463

by Birgit Christiansen

207 MAD230 MAD

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Book Details

ISBN
9783447053334
Publisher
Harrassowitz Verlag
Published Year
2025
Pages
449
Language
German
Category
History

Description

Innerhalb der hethitischen keilschriftlichen Uberlieferung aus Bogazkoy gibt es zahlreiche Beschworungsritualtexte. Viele dieser Texte werden als Rede bestimmter ritualkundiger Personen ausgewiesen. In dieser Studie wird eine Gruppe von Beschworungsritualtexten zusammengestellt und bearbeitet, die der Uberlieferung zufolge wahrscheinlich alle auf eine Frau namens Ambazzi zuruckgeführt werden. Neben der philologischen Bearbeitung und inhaltlichen Erschliessung liegt der Schwerpunkt auf der entstehungsgeschichtlichen Analyse der Texte. Dabei erortert die Autorin zum einen allgemein die Beziehung zwischen Ritualtext und ritueller Praxis sowie ritualkundiger Person und Schreiber. Zum anderen zeigt sie auf, in welchem Verhaltnis die von ihr bearbeiteten Ritualtexte zueinander stehen. Die bearbeiteten Textfragmente werden zunachst datiert und einer literar- und redaktionsgeschichtlichen sowie einer inhaltlichen Analyse unterzogen und miteinander verglichen, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Texten herauszuarbeiten. Es zeigt sich, dass die Texte eine lange Entstehungsgeschichte durchlaufen haben, wobei sie umfangreichen redaktionellen Veranderungen seitens der Schreiber unterzogen wurden. Auf diese Weise wird deutlich, dass das Verhaltnis zwischen Ambazzi und den auf sie zuruckgeführten Ritualtexten loser ist als es bisher in der Forschung angenommen wurde: So geht CTH 463 im Kern auf mesopotamische Traditionen zuruck und ist daher zur Ubersetzungsliteratur zu rechnen. Die Namensangabe im Incipit des Textes durfte also hethitischer Konvention folgen und nicht im Sinne einer "Verfasserschaft" zu werten sein. Auch fur die anderen Texte kann die Autorin zeigen, dass sie allenfalls im Kern eine mundliche Uberlieferung einer Frau namens Ambazzi bewahrt haben.

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