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Berichte �ber die in den Jahren 1926-1950 im Wiener Unfallkrankenhaus erzielten Behandlungsergebnisse

Berichte �ber die in den Jahren 1926-1950 im Wiener Unfallkrankenhaus erzielten Behandlungsergebnisse

by Lorenz Bïhler

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Book Details

ISBN
9783662244555
Publisher
Springer Berlin Heidelberg
Published Year
2025
Pages
213
Language
German
Category
Medicine & Nursing

Description

Manche haben behauptet, daß die Behandlung der Knochenbrüche ein abgeschlossenes Kapitel sei und daß es sich nicht lohne, darüber zu sprechen oder zu schreiben. In Wirklichkeit gibt es in der Unfallchirurgie im allgemeinen und im besonderen auf dem Gebiete der Entstehung, Erkennung, Behandlung und Begutachtung des Schocks, der Blutung, Fettembolie, posttraumatischen Pneumonie, Thrombose und Embolie, der Wundinfektionen und Wundbeilung, des Decubitus, der Verletzungen des zentralen und peripheren Nervensystems, der Knochenbrüche und Verrenkungen sowie ihrer Folgezustände noch vieles, was auf eine Klärung wartet. Die Ursache, die Verhütung und Behandlung der gestörten Kallusbildung (Verzögerung und Ausbleiben derselben), der Durchblu­ tungsstörungen (akute und chronische Ischämie, Ödeme, Cyanose), der Bewegungsstörungen durch Veränderungen von Knorpel, Kapsel und Bändern, von Muskeln und Sehnen, der Myositis ossificans, dann des Muskelschwundes, sowie der späteren Arthrosen und Nekrosen müssen noch weiter erforscht werden. Die meisten von diesen Störungen sind auf Veränderungen der Gefäßinnervation durch den Schmerzreiz zurück­ zuführen. Der Einfiuß des Schmerzes auf die Gefäßinnervation leitet zum Leib­ Seeleproblem über. Hier dürfen die Einflüsse der Umwelt (Tatsache des Versicbertseins, Politik usw. ) auf die traumatische Neurose nicht ver­ gessen werden. Nur durch Klärung aller angeführten Umstände können die Behandlungsergebnisse gebessert werden. Die Forschungen müssen im Laboratorium und am Krankenbett durchgeführt werden. Die Mehrzahl dieser Probleme kann nicht im Tier­ versuch undmit dem Mikroskop, sondern nur durch genaue Beobachtung desVerletzten gelöst werden.